Münchner wegen Onlineglücksspiel verurteilt

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In München wurde jetzt vom Amtsgericht München ein Urteil mit Signalwirkung gesprochen. Verurteilt wurde ein 25 jähriger Malermeister aus München, der bei einem ausländischen Anbieter ohne deutsche Zulassung „Black Jack“ gespielte hatte. Der Zocker gewann von 13. Juli bis 8. November 2011 im im Internet 201 500 Euro. Aber das in einem Online Casino, dass keine juristische Zulassung für Glückspiele in der Bundesrepublik hat. Obwohl vom Online-Casino mit Sitz in Gibraltar in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen extra darauf hingewiesen wurde, dass es Länder gibt, in denen das Glücksspiel im Internet verboten ist fand sich der Mann auf der Anklagebank des Münchner Gerichts wieder. Ihm wurde gesagt, dass der Spieler prüfen müsse , welche Gesetze für ihn gelten. Das tat der Münchner nicht. Er bekam wegen der Beteiligung an unerlaubtem Glücksspiel eine Strafe in der Höhe von 2100 Euro aufgebrummt. Wesewntlich härter ist aber die Tatsache, dass er etwa 64 500 Euro vom Gewinn, die noch übrig waren, als die Polizei bei ihm suchte, nicht behalten darf. Es wurde vom Staat einkassiert. Die Argumentation des Spielers, dass er davon ausgegangen war, dass das Glücksspiel im Internet nicht verboten sei, da immer wieder Werbung mit Prominente wie Spielern des FC Bayern München oder Boris Becker oder zu sehen ist. Auch das Argument seines Verteidigers, das dass deutsche Internet-Glücksspielverbot gegen höherrangiges europäisches Recht verstosse, liess der Vorsitzende Richter nicht gelten. Die Prominenten werben für Sportwetten und nicht für ein Glücksspiel wie Black Jack. Auch verstosse das Internet-Glücksspielverbot nicht gegen EU-Recht, denn laut eines Entscheides des Europäischen Gerichtshof haben die staatlichen Stellen bei Glücksspielen einen ausreichenden Ermessensspielraum, ob sie Spielen und Wetten nur beschränken und kontrollieren oder komplett verbieten.

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